In Bukarest gibt das Mutter-Kind-Zentrum Lebenszeichen Müttern und Kindern einen sicheren Ort, wenn Gewalt, Armut oder fehlende Unterstützung Familien auseinanderzureißen drohen. Wie dringend diese Hilfe gebraucht wird, zeigen die Ergebnisse aus dem Jahresbericht 2025: 425 Menschen erhielten Unterstützung. Sie kamen aus besonders verletzlichen Situationen – nach häuslicher Gewalt, Menschenhandel, Flucht, Armut, finanzieller Instabilität, mit schweren …
Lebenszeichen in Bukarest: Damit Kinder bei ihren Müttern bleiben können
In Bukarest gibt das Mutter-Kind-Zentrum Lebenszeichen Müttern und Kindern einen sicheren Ort, wenn Gewalt, Armut oder fehlende Unterstützung Familien auseinanderzureißen drohen. Unser Partner Semn de Viață / Sign of Life wurde 2003 gegründet und arbeitet mit einem klaren Ziel: Kinder sollen nicht von ihren Müttern getrennt werden, sondern in Sicherheit, Stabilität und Liebe aufwachsen können.
Wie dringend diese Hilfe gebraucht wird, zeigen die Ergebnisse aus dem Jahresbericht 2025: 425 Menschen erhielten Unterstützung oder Beratung. Sie kamen aus besonders verletzlichen Situationen – nach häuslicher Gewalt, Menschenhandel, Flucht, Armut, finanzieller Instabilität, mit schweren psychischen Belastungen oder ohne tragfähiges soziales Netz.
Die Hilfe geschieht ganz praktisch. Im nicht-stationären Programm „Mother’s School“ wurden 247 Menschen begleitet – mit Milchpulver, Windeln, Babypflegeprodukten, Lebensmitteln, Kleidung, Spielzeug, Elternkursen und persönlicher Entwicklung. Im Social Aid Program erhielten 128 Menschen Unterstützung, unter anderem durch Lebensmittel, Kleidung, Schulmaterial, Hygieneartikel, Möbel, Beratung und ein tragendes Netzwerk. Im stationären Mutter-Kind-Zentrum St. Michael and Gabriel und den Sozialwohnungen fanden 40 Menschen Schutz, Unterkunft, Mahlzeiten, medizinische Hilfe, Beratung, Begleitung und Hilfe auf dem Weg in ein selbstständigeres Leben.
Hinter diesen Zahlen stehen echte Lebensgeschichten. Eine Mutter berichtet, dass sie im Zentrum erst lernen musste, ihr Baby zu baden, zu füttern und anzuziehen – weil sie anfangs große Angst davor hatte. Eine andere fand bei Lebenszeichen nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch eine warme Mahlzeit, Ermutigung, Sicherheit und Hoffnung nach traumatischen Erfahrungen. Eine weitere Mutter konnte durch die Begleitung einen Kurs besuchen, Arbeit finden, ihr Kind in der Kita anmelden und Schritt für Schritt eine stabile Zukunft aufbauen.
Lebenszeichen ist damit mehr als akute Nothilfe. Es ist Schutzraum, Beratung, praktische Unterstützung und ein Weg in die Zukunft. Damit Kinder bei ihren Müttern bleiben können – und Mütter in Bukarest erleben: Wir sind nicht allein.
Mehr dazu im Jahresbericht (englisch): PDF




